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Mit Laternen an den Stecken


Im Leben des großen Mädchens gibt es 3 Tage, für die langwierige Vorbereitungen notwendig sind: Geburtstag, Weihnachten und Sankt Martin.
Während der Geburtstag ganzjährig Thema ist, beschränkt sich Weihnachten auf die Adventszeit. Auf den Martinstag stimmten wir uns in diesem Jahr schon im Hochsommer ein. Das große Mädchen fand die Liedermappe im Juli. Seitdem wurden mindestens einmal täglich von der gesamten Familie bunte Laternen, dunkle Abende oder Sankt Martin persönlich besungen. Textsicher waren wir also.


Es fehlte bis zuletzt nur die Laterne für den großen Tag. Und weil die Laterne mein jährliches Bastelhighlight ist, hat auch unser diesjähriges Modell einen Platz im Blog sicher (wenn auch etwas verspätet).


Nach der Prinzessinnen-Laterne aus dem letzten Jahr war nun die Einhorn-Laterne gefragt. (Ja, unser großes Mädchen hält sich konsequent an Klischees.) Da passte das Kita-Motto ganz hervorragend: PET-Flaschen als Laternen.
Vor langer Zeit hatte ich einmal einen PET-Flaschen-Drachen (oder war es ein Dinosaurier?) gesehen. Aber was mit Drachen geht, geht auch mit Einhörnern... dachte ich so bei mir. Der Plan stand also.
Nur das große Mädchen hielt nicht viel von meinen Plänen. Nach dem Kleistern des Transparentpapiers sah sie ihre Aufgabe bei der Bastelei eher im Delegieren. Hier ein Glitzersteinchen, dort ein Steinchen, da ein bisschen Glitzer, hier ein Schmetterling und mehr pink.
Bitte.


Ich glaube, das große Mädchen konnte sich bis zuletzt nicht vorstellen wie aus einer 1,5l PET-Flasche ein Einhorn werden sollte. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch zwischenzeitlich meine Zweifel.
Aber Ende gut alles gut. Und am Ende war die Freude riesig. Schließlich hatte das große Mädchen "die schönste Laterne auf der ganzen Welt".
Und ich die zwei aufgeregtesten Kinder beim Laternenumzug.
Schließlich durfte auch das Mini-Mädchen ihre ganz eigene "schönste Laterne" tragen.

Verlinkt zum Creadienstag.

Sweet Memories


Erinnert ihr euch? Ich wollte weniger schreiben, dafür mehr schöne Sachen machen. Und plötzlich ist es Herbst und ich blicke auf ganz wunderbare Sommermonate zurück - fast ohne schreiben, dafür mit viel Kuchen und einer Menge kleiner Gast-Prinzessinnen und Prinzen.


Ich kann es zwar immer noch nicht so ganz glauben (die Zeit scheint sich gegen mich verschworen zu haben), aber wir feierten die Geburtstage unserer nun schon 2 und 4 Jahre alten Mädchen.


Und wie an jedem Geburtstag der Mädchen wühlte ich in meiner Schatzkiste: meinen Erinnerungen. Diesmal blieb ich bei einem Bild hängen. Ein Bild, das ich sehr lange überblätterte und schon oft verwerfen wollte. Es zeigt das große Mädchen, wie sie ihre neugeborene Schwester auf dem Arm hält und ganz vorsichtig streichelt. Die Qualität ist nicht besonders gut, das Motiv strahlt nicht um die Wette und die Krankenhausatmosphäre tut ihr übriges.
Aber der eigentliche Grund für meine Abneigung gegen dieses Foto und gegen alle seiner Art war, dass es mir eine furchtbare Geburt vor Augen hielt, mit der ich lange haderte. Manchmal überkommt mich die Traurigkeit darüber heute noch.
Warum also solche Bilder behalten? Ich tat es einfach.


Beinahe wäre mit dem Foto auch die Erinnerung an das große Glück eines damals fast 2-jährigen Mädchens verloren gegangen. Für sie ist das Bild nämlich nichts anderes als die erste Begegnung mit ihrer kleinen, damals 12 Stunden alten Schwester. Kostbar, unersetzlich und irgendwie wundersam.

Wundersam aber auch für mich. Denn zwei Jahre später fühle ich bei dem Foto nicht mehr die Ohnmacht von damals, sondern höre unser großes Mädchen:
"Das Baby sieht schön aus."

Das waren die ersten Worte, die das Mini-Mädchen von ihrer Schwester hören durfte. Ich hätte mir keine schönere Begrüßung für sie wünschen können. Und ich bin dankbar für diese großartige Erinnerung an den ersten Tag unseres Mini-Mädchens. Für die anderen Erinnerungen zu diesem Tag ist kein Platz mehr. Am Ende dürfen nämlich nur die Schönsten bleiben. Und in vier Jahren Mama-sein ist schon eine Menge zusammengekommen.

So genäht...

Das Geburtstagskleidchen sollte auch an den ersten Tag unseres Mini-Mädchens erinnern. Ich wollte ihr ein Latzkleid nähen, wie es damals auch ihre große Schwester beim ersten Kennenlernen trug. Das Kleid des großen Mädchens (zumindest den Latzteil) nähte ich nach dem Schnitt für die Latzhose "Mitchell" aus der Ottobre 3/2014. Den zugehörigen Rock habe ich in A-Linie ohne Schnittmuster angesetzt.
Für das Mini-Mädchen sollte es aber ein etwas festlicheres Tüllkleid werden. Passend zum Typ "Schlitzohr-Prinzessin" wollte ich deshalb an den Jeanslatz (Schnitt s.o.) einen rosa Tüllrock nähen. Ein cooles Latztüllkleid also. Der Jeansstoff stammt natürlich von einer meiner ausgedienten Hosen, deshalb habe ich nicht nur die Gesäßtasche weiterverwendet, sondern auch den ans Schnittmuster angepassten Bund.


Der Tüllrock besteht aus 2 Lagen Tüll: 3-fache Bundbreite, rechteckig zugeschnitten. Unter den 2 Lagen gerafften Tüll ist noch ein in A-Linie geschnittenes Viskosefutter genäht.
Wenn ich nochmal so einen Latzrock nähe, dann ersetze ich das Viskosefutter durch gerafften Satin oder Petticoat-Tüll. Das bietet mehr Stand. Der Tüll verliert mit dem Waschen leider an Festigkeit. Aber das stört natürlich nur mich, das Mini-Mädchen liebt ihr Tüllkleid. Und die große Schwester findet immer noch, dass ihre Schwester schön aussieht - besonders im Geburtstagskleid.

Verlinkt zum creadienstag.

Bunte Wimpel gegen weiße Wände


Momentan habe ich zwei malwütige Kindergartenkinder. Jeder Stift ist willkommen, jedes noch so kleine Fitzelchen Papier wird bemalt. Grenzen werden in der Euphorie ignoriert; besonders die des Papiers. Der Tisch darf Teil des Gesamtkunstwerks werden. Malunterlagen werden konsequent abgelehnt. Zu Hause wie in der Kita. Das große Mädchen setzt sich bei diesem Thema durch. Gleichzeitig wird das Mini-Mädchen noch mit angeklebtem Papier auf der Malunterlage ausgetrickst - aus Prinzip. Aber eigentlich der Mühe nicht wert. Ein Hoch auf leicht ab- und auswaschbare Farben.


Während meine Mädchen eher unabsichtlich auf dem Tisch rumkritzelten, erkannte der Sohn meiner Freundin Großartiges: Tapete ist auch nur Papier! Ziemlich viel Papier sogar. Vor allem aber weiß und langweilig. Wer kann dem Kind da übel nehmen, dass es die Kinderzimmerwand farbig gestaltet? Trotzdem sollen zukünftig die Wände von Malereien verschont bleiben. Bunter wird es dennoch.


Auf Wunsch der Mama durfte ich mit einer Wimpelkette Farbe an die Kinderzimmerwand bringen. Außerdem war die Namenswimpelkette ein ziemlich cooles Geschenk zum 4. Geburtstag - fanden wir Mamas. Die Kinder haben da aber ihre eigene Meinung: Spielzeug schlägt Deko. Wer hätte das gedacht?


Ob die Wimpelkette nun aber die Malerarbeiten des kleinen Jungen verhindert, bleibt abzuwarten. Wenn Wimpelketten aber die Lösung gegen Wohn-Tristesse sind, koche ich demnächst unter einem Meer von Wimpeln. Denn unsere Hochglanz-Küchenschränke wurden dem großen Mädchen vor wenigen Tagen auch zu weiß und langweilig.

Ich frage mich immer noch, wie sie an den schwarzen Wachsmalstift gekommen ist...
Aber so hatte ich länger etwas vom "MAMA" am Spülenschrank.




Verlinkt zum creadienstag

Wortlos

Da schreibe ich monatelang: Tagsüber, in der Freizeit, sogar nachts. Und kaum geht es nicht mehr um die Arbeit, fehlen mir plötzlich die Worte? Dabei könnte ich von Entwicklungsschüben, lustigen Erlebnissen und schon fast philosophischen Ansätzen erzählen. Oder vielleicht ein Aufreger zur Abwechslung? Alles da. Aber mir fehlt der Anfang.


So oft ich mir auch ein paar Zeilen vornehme, nach 15 Minuten vergeblichen Wartens auf Inspiration wandere ich wieder freudig an die Nähmaschine. 15 Minuten deshalb, weil das in meinem kleinen Motivationsratgeber zum Thema Schreiben steht. Ich soll etwas Schönes machen, wenn es mit dem Schreiben nicht klappt - sagt der Ratgeber. Der war mein treuer Begleiter in den letzten Monaten. Ein Minibüchlein, das mich spätestens mit dem Satz "Ich behaupte Talent hast du, sonst würdest du dich nicht für dieses Buch interessieren." eingelullt hatte.


In Zeiten der Not ist eben jedes Mittel recht. Da bauen selbst Mutmaßungen eines (mir unbekannten) Autors auf. Ein Glück, dass es nie wirklich um Talent ging.
Klingt alles etwas verrückt, oder? Die letzten Monate waren auch zum verrückt werden. Aber die Nachwirkungen sind bald überwunden. Ganz bestimmt. Hoffentlich.

Bis dahin halte ich mich an mein Büchlein: Weniger schreiben, mehr schöne Sachen machen.


So genäht...

Undehnbare Sweat-Reste, die ursprünglich einmal klitzekleine Hosen für das Mini-Mädchen werden sollten, sind zu einem klimperkleinen Trägerkleid geworden. Wegen Stoffmangel sind das Oberteil kürzer und die Rüsche länger als im Schnittmuster angegeben.
Die Saumkanten sind offen, aber mit einem doppelt gefalteten Jerseystreifen unterlegt, den ich mit   Wabenstich angenäht habe.


Der Schnitt hat sich bewährt. Trotz undehnbarem Material passt das Kleid. Nur eine Größe größer musste es sein.


Verlinkt zum kiddikram und Creadienstag.

Nachher wie vorher

Die letzten Wochen waren so arbeitsreich, dass ich es gar nicht wagte an die Nähmaschine zu denken. Und zu meiner Schande muss ich gestehen: Sogar den ersten Bloggeburtstag des Ideenarchivs habe ich ungeachtet gelassen.


Ich fürchte, ich werde ein ewiger Geburtstagsmuffel bleiben. Damit das aber nicht auffällt, machen wir einfach weiter wie bisher, ok?
Deshalb auch heute: Ein Kleidchen, ein Mädchen und verwackelte Bilder.


Ich bin kein Sterne-Fan. Aber am großen Mädchen gefällt mir das Kleid sehr, obwohl es niemals eins werden sollte. Der Stoff war wieder einer dieser Mega-Schnapper auf dem Resteständer. Ich kann einfach nicht daran vorbeigehen. Wie auch bei guter Qualität zum kleinen Preis? Und überhaupt: Wer braucht schon Platz im Stoffschrank? Abgesehen davon schien mir das Muster passend für den nächsten Schlafanzug.
Aber nein!



"Schlafanzug? Das ist doch kein Schlafanzug? Ich BRAUCHE ein neues Kleid, Mama." Und weil ich ja weiß, wie ausdauernd Frau (und sei sie noch so klein) sein kann, wenn sie etwas braucht, hängt nun ein Kleid mehr im Kleiderschrank des großen Mädchens.

Ich hoffe sehr, dass sie nie ein Pferd braucht.


So genäht...

Das Schnittmuster ist ein Mix aus dem Langarmshirt "Three Times T" (Ausschnitt und Ärmel) aus der Ottobre 4/2015 und dem Trägerkleid von klimperklein.



Der amerikanische Ausschnitt ist ein Fake, d.h. Vorder- und Rückenteil überlappen sich nicht. Die Schulternaht ist nur schräg nach vorn gezogen. Entgegen der Ottobre habe ich mich gegen das Einfassen des Halsausschnitts entschieden und stattdessen Bündchen (an den Schultern ähnlich einer Paspel) angenäht.
Der Shirt-Schnitt sitzt perfekt am großen Mädchen, genauso das Trägerkleid. In Kombination wie gemacht für mein nicht hageres Kind.

Verlinkt zum kiddikram.

Herzlich willkommen in 2016!

Wie könnte mein Blog schöner ins neue Jahr starten als mit einem Geburtsgeschenk?
Vor allem, wenn es für das 2. Baby meiner liebsten Plauder-, Hobby- und Groß-Mädchen-Spielgefährten-Mama-Freundin ist.


Ich habe mir eine halbe Ewigkeit Gedanken über ein passendes Geschenk gemacht. Es sollte etwas Tolles sein, mindestens aber selbstgemacht. Was schenkt man aber einer dann 2-fach-Jungen-Mama, die auch noch die selben Hobbys hat? Meine Kreativität fand genau hier ihr Ende.

Also ging ich pragmatisch vor: Was kann auch eine frischgebackene 2-fach Mama nie genug haben? Natürlich! Windeln und Zeit - vom Schlaf abgesehen.



Daher entschied ich mich für eine etwas andere Windeltorte in Form eines Dreirads und Sneaker-Puschen. Nicht nur, dass die Mama nun Puschen auf Vorrat hat, sie soll gar nicht erst auf die Idee kommen diese so zeitintensiven Krabbelschuhe selber zu nähen.

Mit dem Baby kuscheln ist doch auch sooo viel schöner als nähen!


So gemacht...

Die Puschen habe ich ohne Veränderungen nach dem Schnittmuster und Sneaker Tutorial von klimperklein genäht (aber noch ohne Gummiband am Schaft - das muss die Mama später dem Baby anpassen).
Übung macht sich auch bei Puschen bezahlt. Hier zum Vergleich meine erste Version der Baby-Turnschuhe.



Für den "three wheeler diaper cake" gibt es zahlreiche Anleitungen.
Ich habe mich nach gescheitertem Basteln nach Anleitung nur noch an einem Bild orientiert. Das hat ganz gut geklappt.
Verwendetes Material:
- je 20 Windeln (Größe 3) für die Räder
- 2 Spucktücher
- 1 Paar Socken
- 1 Latz mit Klettverschluß
- 1 PET-Flasche Fruchtschorle (für Kinder)
- 3m Satinband 25mm breit
- Garn/Packband o.ä. zum Fixieren der Windelräder (unter dem Satinband)


Verlinkt zum kiddikram, Made4Boys und Creadienstag.

Familien-Feiertag

Foto: Natalie Kubernath, Redfairy Picture Designs

Ich trage nur ein einziges Schmuckstück und das habe ich nun seit genau drei Jahren nicht mehr ausgetauscht. Denn ich liebe diesen Ring an meinem Finger. Ich sehe ihn mir immer noch täglich ganz bewusst an. Meinen Ehering.

Der Ring hat schon ziemlich viel erlebt. Er ist zerkratzt. Ich bin leider nicht immer sehr pfleglich damit umgegangen.
Die Optik des Rings hat nach nur drei Jahren nicht mehr viel Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Oberfläche. Aus matt wurde glänzend.


Und trotzdem ist dieser Ehering wunderschön und inzwischen so einzigartig. Er passt besser denn je, wird hoffentlich für immer an meiner Hand sein, weitere Tragespuren bekommen und mich jeden Tag glücklich machen.
Wie sehr würde ich ihn vermissen und immer wieder suchen, müsste ich meinen Ring ablegen.


Wir feierten am Wochenende unseren 3. Hochzeitstag. Vor drei Jahren heirateten wir nicht einfach nur: Wir drei wurden ganz offiziell eins. Eine Familie.
Heute sind wir zu viert. Und weil es mir so sehr am Herzen lag, dass auch das Mini-Mädchen zumindest symbolisch Teil unseres Familien-Tages wird, schneiderte ich ihr ein ganz besonderes Kleidchen.
Ich vernähte (bis auf die aufgesetzte Schleife) ausschließlich die gut gehüteten Stofflagen der abgetrennten Schleppe meines Brautkleids zu einer "Simple and Elegant" (Ottobre 1/2014).


Das allerbeste sind nun die fantastischen Weihnachtsfotos der beiden Mädchen. Die hängen nämlich neben unseren (Winter-)Hochzeitsbildern an der Wand und werden durch das Brautkleid eins - wie wir vier.


Ich wünsche euch ein wunderschönes und ruhiges Weihnachtsfest und einen gesunden Start ins neue Jahr!


Verlinkt zum kiddikram und Creadienstag.